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„Immer mehr schwache Bäume“ – Die Wahrheit wird verschwiegen!
„Extremwetter wie Hitze, Trockenheit und Stürme Aber auch Schädlinge haben dem Wald stark zugesetzt: Das heisst, der Wald braucht Hilfe“, schreibt der Blick am 31. März
Auch Rolf Holderegger, Direktor für Wald, Schnee und Landschaft sagt: „Der Wald hat Probleme“. Dieser Fakt ist nicht von der Hand zu weisen. Jedoch verliert man kein Wort darüber, dass der Wald aufgrund der aktuellen exzessiven Bewirtschaftung Probleme hat. Was Rolf Holdenegger als Lösung präsentiert, nämlich das Pflanzen von klimaresistenten Bäumen oder die „kluge Waldbewirtschaftung“, geht, wie viele Beispiele zeigen, meist mit vorangehenden Kahlschlägen von intakten Wäldern einher.
Man verschweigt zudem, dass Wälder mit geschlossenem Kronendach, die wenig und ohne Harvester bewirtschaftet werden, die genannten Probleme im Artikel nicht aufweisen.
Verschwiegen wird ebenfalls, dass im Berner Mittelland bereits jetzt mehr abgeholzt wird als nachwächst. Ebenso im Kanton Zürich.
Foto: Aktuelle Waldbewirtschaftung: Man wundert sich über schwache Bäume im Naturschutzgebiet Alte Aare
Den Wäldern geht es schlecht…
…aber es hat nichts mit dem Klima zu tun. Das Bild zeigt das Naturschutzgebiet der alten Aare / Kanton Bern. Es zeigt auch, wie die Wälder unter der Leitung des BAFU, des AWN und der Burgergemeinden Bern bewirtschaftet werden.
Ganze, intakte Ökosysteme werden durch die aktuelle Waldbewirtschaftung zerstört. Nun kommen jene, die dem Wald bereits zuvor geschadet haben und behaupten, dem Wald helfen zu müssen. Einfach geht dies mit dem sogenannten „klimafitten Waldumbau“ der unseres Erachtens ein Vorwand ist, um Wälder für Energieholz kahl zu schlagen.
Holzbetriebene Fernwärmeheizungen verschärfen Klimawandel – Gericht stoppt Bau von Holzpellet-Kraftwerk
Die Industrie behauptet: Waldbiomasse ist CO2 neutral, weil Bäume nachwachsen.
Falsch: Die Verbrennung von Holz erzeugt pro Energieeinheit mehr CO2 Emissionen als Kohle und andere fossile Brennstoffe, zerstört die biologische Vielfalt und heizt den Klimawandel an.
Das hat nun auch das höchste Verwaltungsgericht der Niederlande bestätigt und damit aus Umweltgründen den Bau von Vattenfalls Holzpellet-Kraftwerk gestoppt, obwohl die Umweltgenehmigungen bereits erteilt waren.
Ebenfalss stellt die niederländische Regierung die Subventionen für alle neuen Biomassekraftwerke ein.
Im Kanton Bern (und andernorts in der Schweiz) werden fast alle Fernwärmeheizungen ausschliesslich mit Holz betrieben. Der «klimafitte Waldumbau», der ganze intakte Ökosysteme zerstört, sowie die Schutzwaldpflege, sind unseres Erachtens eine Ausrede um Energieholz zu gewinnen.
Den Wäldern geht es schlecht – Bundesamt für Umwelt (BAFU) lenkt von Fehlern in der Walbewirtschaftung ab
Der aktuelle Waldbericht zeigt: Den Wäldern geht es vor allem im Mittelland und im Jura schlecht. Kein Problem für das BAFU: Man muss den Wäldern nur helfen, indem man sie klimafit macht. Unseres Erachtens nicht die Wahrheit: Gerade das BAFU ist mitverantwortlich für den aktuellen Zustand der Wälder. Seit Jahren werden diese vor allem im Mittelland und im Jura exzessiv (vorwiegend für Energieholz) bewirtschaftet und damit massiv geschwächt. Auch sind Buchen nicht „klimaanfällig“, wie im Bericht erwähnt. Doch durch die Ausdünnung der Wälder leiden sie unter der Überhitzung und Austrocknung der Böden.
Anfälliger für Insektenbefall, Baumkrankheiten und gebietsfremde Schadorganismen werden die Wälder ebenfalls durch die aktuelle, exzessive Bewirtschaftung.
Kaum Probleme sind sichtbar bei Wäldern mit geschlossenem Kronendach, die wenig oder kaum bewirtschaftet werden.
Foto: Vom BAFU unterstützte Waldbewirtschaftung zum Erhalt der Wälder und der Biodiverstät
Das strenge Schweizer Waldgesetz ist eine Lüge
Kahlschläge sind laut Waldgesetz in der Schweiz verboten. So behauptet «Marketing Schweizer Holz» auf einer Infotafel im Längholzwald: „…Normalerweise wird in der Schweiz nicht so radikal eingegriffen – …“ Eine Falschaussage: Zunehmend werden in den Wäldern grossflächige Kahlschläge durchgeführt. Wie ist dies trotz dem strengen Waldgesetz möglich? Ganz einfach:
- Lässt man einen einzigen Baum stehen, gilt der Eingriff nicht mehr als Kahlschlag
- Schlägt man ein ganzes intaktes Ökosystem unter dem Label „Waldumbau“ kahl, gilt dies ebenfalls nicht als Kahlschlag
Das Schweizer Waldgesetz entstand nach dem Jahrhunderthochwasser 1868, verursacht durch die exzessive Waldbewirtschaftung. Da es vom Schutz des Waldes ausging, wurden die Artikel nicht ausdefiniert und können heute auf beliebige Art und Weise ausgelegt werden.
Foto: Burgergemeinde Bern / Intaktes Ökosystem, CO2 Senke, Klimaregulator, Trinkwasserspeicher, Regenmacher zerstört – aber kein Kahlschlag
Was „Nachwachsen des Waldes“ wirklich bedeutet.
„Es wächst mehr Wald nach, als „geerntet“ wird“. Mit diesem Satz rechtfertigt die Forstbranche die aktuelle exzessive Waldbewirtschaftung, und auch Holzofen- und Pellet Firmen werben so für ihre nachhaltigen Produkte.
Verschwiegen wird: An vielen Orten, zum Beispiel im Berner Mittelland oder im Kanton Zürich, wird jetzt schon mehr abgeholzt als nachwächst.
Verschwiegen wird: Nachwachsen heisst, dass an irgendeinem Ort, irgendwelche Baumstämme an Dicke zunehmen – nicht mehr und nicht weniger.
Verschwiegen wird: Wo „geerntet“ wird, werden auf einen Schlag oft hektarengrosse intakte Waldökosysteme zerstört und mit ihnen alle für uns lebenswichtigen Funktionen wie Klimaregulation, Trinkwasserspeiche, CO2 Senke, Biodiversität aber auch der Lebensraum der Tiere.
Die aktuelle Waldbewirtschaftung und Heizen mit Holz, ist NICHT nachhaltig, wie das Bild offensichtlich zeigt
Gefährlicher als Zigaretten – Europäische Kommission will Holzheizungssysteme verbieten
Für 2027 hatte die Europäische Kommission ein Verbot für Holzheizungssysteme vorgesehen. Grund: Holzheizungssysteme sind Luftverschmutzer Nummer 1 in Europa und somit die grösste Gefahr für die Gesundheit. Holzheizungssysteme emittieren neben toxischen Stoffen die besonders gefährlichen Feinstaubpartikel PM2.5. Die neusten Ecodesign Öfen schneiden besonders schlecht ab. Sie stossen 650mal mehr Partikel aus, als ein moderner LKW. In Städten wir Rotterdam, Utrecht oder Amsterdam laufen bereits Kampagnen, die auf die Gefahren von Holzheizungssystem hinweisen. Auch die WHO warnt.
Auf Druck von Deutschland und Tschechien wurde das Verbot vorläufig verschoben
Und in der Schweiz? Energieholz wird gefördert. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sowie Lungen- und Krebsliga verschweigen das Gesundheitsrisiko.
Waldbewirtschaftung ohne wissenschaftliche & ökologische Grundlagen: offener Brief an Roger Schmidt, Leiter AWN
Die Waldbewirtschaftung im Kanton Bern richtet sich ausschliesslich nach forstwirtschaftlichen Interessen. Erzählt wird den Bürgerinnen und Bürgern jedoch etwas ganz anderes. Mit Ausreden wie dem „klimafitten Waldbau“ redet man Kahlschläge schön, die nötig sind um Energieholz zu beschaffen – lesen Sie im offenen Brief an Roger Schmidt, Leiter Amt für Wald und Naturgefahren des Kantons Bern über das Vorgehen der Forstwirtschaft und über unsere Forderungen.
„Grosse Holzernter sind schonend für den Wald“, Calvin Berli, Leiter Staatsforst im TeleBärn vom 7.1.’25
Das BAFU stellt fest: Boden ist eine nicht erneuerbare Ressource und eine der wichtigsten Grundlagen für das Gedeihen und die Entwicklung der Wälder, weshalb Spurtypen zum Schutz des Bodens definiert wurden. Beim Auftreten von Spurtyp 3 (Spuren werden durch die Befahrung tiefer als 10cm) müssen die Holzerntearbeiten unterbrochen werden, weil sonst der Bodenaufbau nachhaltig zerstört wird. Vielerorts im Kanton Bern finden sich Spuren, die zum Teil bis zu 40cm tief sind.
Bild: Gemessene Spurtiefe beträgt mehr als 40cm!
Licht auf den Boden bringen – Ausrede der Forstbranche
„Licht herein lassen um die Biodiversität zu fördern“, war eine der ersten Ausreden der Forstbranche um grossflächige Eingriffe zu rechtfertigen.
Bestimmte Waldarten profitieren zwar von mehr Licht, doch sollten die Eingriffe gezielt und minimal sein und die Bedingungen auf Lichtungen nachbilden. An vielen Orten, so auch im Kanton Bern, handelt es sich bei den geschaffenen, angeblich besseren Lichtverhältnissen jedoch zunehmend um mehrere Hektaren Kahlschlag.
Das schadet der Biodiversität, entschied auch kürzlich ein niederländisches Gericht. Ob die Schweiz diesem Beispiel folgen wird?
Mehr dazu unter unserer Rubrik „wir decken auf“
Bild: Massiver Eingriff: Vorstellung der Gemeinde Blumenstein / Bern / Schweiz und GürbeForst AG, Wattenwil von „Licht auf den Boden bringen“ ?
Wie im Mittelalter: Die Schweiz setzt bei der Energiewende immer noch auf Holzverbrennung!
Während andere Länder schon längst bemerkt haben, dass die Lösung der Klimakrise und die Energiewende unmöglich über das Verbrennen von Holz gehen kann, fördert die Schweiz immer noch das Heizen mit Holz (Holzheizungen, Pelletheizungen, holzbetriebene Fernwärmeheizungen). Mit diesem mittelalterlichen Vorgehen, setzt sie Unmengen von CO2 frei, erhöht klimaschädliche Emissionen, gefährdet massiv die Gesundheit der Bevölkerung, zerstört Wälder und Natur, und verliert so zunehmend die natürliche Kohlenstoffsenke, den Klimaregulator und den Trinkwasserspeicher!
Hamburg verzichtet für eine erfolgreiche Energiewende auf die Holzverbrennung!
Für die Lösung der Klimakrise und eine erfolgreiche Energiewende ist die Abkehr von Kohle dringend nötig! Genauso nötig auf dem Weg zur Klimaneutralität ist jedoch auch der Verzicht auf die Holzverbrennung. Das haben nun auch Hamburg und die Hamburger Energiewerke erkannt. Bei der Umstellung des Kohlekraftwerks Tiefstack ist die Umrüstung auf Biomasse keine Option. Holz als Brennstoff ist problematisch, weil grosse Mengen an CO2 freigesetzt werden, die erst in 30-100 Jahren wieder gebunden werden und klimaschädliche Emissionen erhöht werden. Auch die nachhaltige Verfügbarkeit ist ein Problem.
Kampf gegen rückständige Methoden bei der Erreichung von Klimazielen gewonnen
Ein Sieg für die Welt!
Mit vier Jahren Aufklärung durch Organisationen wie ROBIN WOOD, BirdLife Germany, Biofuelwatch, Friends of the Earth, der Grünen Fraktion Hamburg und vielen anderen, wird in Hamburg der Durchbruch der neuen Erkenntnisse erreicht:
- Holz als Energieträger ist nicht CO2 neutral!
- Holz als Energieträger steht nicht nachhaltig zur Verfügung!
- Holz als Energieträger erhöht die klimaschädlichen Emissionen!
- Holz als Energieträger zerstört Wälder und Natur!
Extrawurst für die Burgergemeinde Bern
Pilzsammler:innen sollen achtsam sein wo sie laufen, Pflanzen oder junge Bäume nicht umtreten, Moos nicht umdrehen und die Brut- und Setzzeit respektieren. Neu sollen im Könizbergwald auch Waldbesucher:innen die Wege nicht verlassen und die Hunde an die Leine nehmen – Denn gerade während den Wintermonaten und den Brut- und Setzzeiten sind die Tiere sehr gefährdet – Störungen können die Tiere krank machen, so die Biologin Irene Weinberger im Bund vom 29. November. Mehr noch: Durch die Störungen würden Arten verschwinden und die Biodiversität zurück gehen.
Für die Burgergemeinde Bern (und andere) gelten die Regeln jedoch nicht. Rücksichtslos durchforstet diese zu jeder Jahreszeit mit 40 Tonnen schweren Maschinen ihre Wälder.
Saubere Luft? Mit diesem Behördentrick keine Kunst!
Messstationen für Luftqualität stehen oft an völlig irrelevanten Orten. Nämlich völlig abgelegen auf dem Land oder am Dorfrand, und natürlich bei Autobahnen. Praktisch, denn so kann man der Bevölkerung saubere Zahlen liefern. Denn unsere Messungen zeigen: Selbst bei Autobahnen ist die Luft recht sauber und bewegt sich oft im grünen Grenzwertbereich, erst recht an den abgelegenen Orten. Ganz anders in Ortszentren mit vielen Holzheizungssystemen und wo die Luft NICHT von offizieller Seite gemessen wird: Dort sind die Luftwerte alarmierend, wie in Veyras oberhalb von Sierre, um nur ein Beispiel zu nennen. Hier liegen die Werte für PM 2.5 zeitweise bei erschreckenden 1010.0 µg /m3. Kein Problem sagen die Behörden.
Als Vergleich:
Grenzwert der WHO für die in höchstem Mass gesundheitsschädigenden Feinstaubpartikel PM2,5: 5µg /m3.
Grenzwert Schweiz : für PM 2.5: 10 µg /m3
Schutzwaldpflege oder Energieholzgewinnung?
Rund 46 Millionen Franken wollen der Bund und der Kanton Bern bis 2028 für die Schutzwaldpflege ausgeben. Es brauche Pflege und Verjüngung zum Erhalt der Schutzfunktion.
So wie etwa am Belpberg? Dort wurde der fachliche Wegleitung NaiS, die unmissverständlich festlegt, dass in einem Schutzwald gegen Erdrutsche nicht mehr als 600-1200m2 abgeholzt und die Schutzwirkung durch Eingriffe keinesfalls abnehmen darf (auch kurzzeitig nicht), keinerlei Beachtung geschenkt. Mit der sogenannten «klimaangepassten Waldverjüngung» lassen sich diese Vorschriften elegant umgehen. Fakt ist: Der Kanton Bern braucht für die fast ausschliesslich mit Holz betriebenen Fernwärmeheizungen Holz. Nachdem im Mittelland jetzt schon mehr abgeholzt wird als nachwächst, findet man nun mit der Schutzwaldpflege einen Weg, auch aus den Alpen und Voralpen noch mehr Holz zu holen.
Bild: Erdrutsch am Belpberg
Erdrutsche nach Schutzwaldpflege
Zunehmend wird bei der Schutzwaldpflege die fachliche Wegleitung NaiS nicht befolgt. Diese sieht unmissverständlich vor, dass in einem Schutzwald gegen Rutschungen keine Kahlschläge oder Lücken geschaffen werden dürfen, die grösser als 1200m2 sind. Ebenfalls darf durch den Eingriff die Schutzfunktion des Waldes nicht vermindert werden.
Wer trägt die verheerenden Folgen (siehe Erdrutsch in Schwanden im Kanton Glarus)? Betroffene sowie Steuer- und Versicherungsprämienzahler.
Bild: Quelle Google Earth Schwanden / Kanton Glarus
Das Verbrennen von und Heizen mit Holz ist NICHT CO2 neutral!
Heizen mit Holz ist entgegen der weit verbreiteten Meinung nicht klimaneutral. Die Holzverbrennung produziert neben Feinstaubemissionen (PM2.5) auch CO2– und andere klimarelevante Emissionen wie Methan. Pro produzierter Wärmeeinheit sind die CO2-Emissionen sogar höher als bei fossilen Energieträgern.
Deutsches Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
Die Bedrohung des Waldes durch den Klimawandel wird durch menschliche Eingriffe verschlimmert
Heute werden in unseren Wäldern Kahlflächen von mehreren Hektaren geschaffen, um Fernwärmeheizungen zu speisen und sogenannte klimafitte Bäume zu pflanzen.
Beispiel: Nidauberg 13 Hektaren, Könizbergwald u. a. 2 Hektaren.
Ein Fehler, wie die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL erkannt hat, der aber von den Behörden und den Befürwortern der Biomasse ignoriert und verschleiert wird.
Bild: Quelle Google Earth Könizbergwald
Holzrauch ist schädlicher als Zigarettenrauch
Forscher der US-Umweltschutzbehörde (EPA) teilen mit, dass die Bestandteile von Holz- und Zigarettenrauch sehr ähnlich und viele Bestandteile von Beiden krebserregend sind. Sie schätzen, dass das lebenslange Krebsrisiko durch Holzrauch 12-mal höher ist, als durch eine vergleichbare Menge Zigarettenrauch.
Die Schweiz verletzt die Berner Konvention – Naturschutzorganisationen schauen weg
Das Netzwerk Smaragd ist ein Netz von Naturschutzgebieten, das sich über ganz Europa bis nach Nordafrika erstreckt und im Rahmen der Berner Konvention eingerichtet wurde, um besonders wertvolle Lebensräume und Arten zu schützen. Als Unterzeichnerin der Berner Konvention, die mit Ausnahme Russlands von allen europäischen Ländern ratifiziert wurde, hat sich die Schweiz zu diesem Ziel verpflichtet.
Die Belpau im Kanton Bern ist ein solches Smaragdgebiet, in dem jedoch seit Jahren Kahlschlag und intensive Abholzung stattfinden und auch weiterhin stattfinden werden. Der größte Teil des Holzes landet als Energieholz in vier örtlichen Biomasseverbrennungsanlagen – und der Widerstand ist gering, vor allem von den großen Naturverbänden!
Die Leistung einer alte Buche ist kaum zu ersetzen
Eine 100-jährige Buche nimmt pro Jahr 6 Tonnen CO2 und eine Tonne Feinstaub auf. Sie erzeugt 4,5 Tonnen Sauerstoff und 400 Liter Wasser pro Tag. Um diese Leistung zu ersetzen müsste man bis zu 4000 junge Bäume pflanzen! Eine Unmöglichkeit – vor allem im Hinblick auf die Menge und Grösse der Holzschläge und den Mangel an möglicher Anbaufläche (vor allem in der Schweiz)!
Luftverschmutzung ist ein stiller Killer
Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO ist die Luftverschmutzung, bei der Feinstaubpartikel (PM2.5) eine entscheidende Rolle spielen, das größte umweltbedingte Gesundheitsrisiko (stiller Killer) in der Europäischen Union.
Auf die Holzverbrennung entfallen 51 % der gesamten PM2,5-Emissionen in der Europäischen Union das ist der höchste Wert unter allen Emissionsquellen.