Neuseeländische Studie unterstreicht erneut Gesundheitsrisiken durch Holzverbrennung
Man geht davon aus, dass frühe Hominiden vor etwa 1,5 Millionen Jahren begonnen haben könnten, Feuer zu nutzen. Evidenz für eine kontrollierte Nutzung besteht für den Zeitraum seit 400’000 Jahren.
Einfach ausgedrückt: Feuer ist eine Technologie der Höhlenmenschen.
Dennoch fördern westliche Regierungen diese primitive und ineffiziente Energiequelle aggressiv als Allheilmittel für unsere Klima- und Umweltprobleme trotz Warnungen, dass diese den CO2-Gehalt in der Atmosphäre erhöht und die Artenvielfalt schädigt.
Die jahrhundertelange Verbrennung von Holz schädigt nicht nur unsere Wälder und durch den Ausstoss von CO2, Methan, Russ und anderen Schadstoffen unser Klima, sondern beeinträchtigt auch unsere Gesundheit.
Bei der Verbrennung von Holz wird eine potente Mischung giftiger Chemikalien freigesetzt, die laut der Organisation Doctors and Scientists against Wood Smoke Pollution «krebserregender ist als Tabakrauch und mutagener als Autoabgase».
Die neuesten wissenschaftlich anerkannten Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen der Verbrennung von Holz in Privathaushalten stammen aus Neuseeland. Sie dokumentieren jährlich über 3’000 neue Asthmafälle bei Kindern, 446 Hospitalisationen bei Menschen mit Herz- und Lungenproblemen sowie 101 vorzeitige Todesfälle bei rund 523’000 Holzöfen im Land.
Die berechneten Kosten für die Wirtschaft und das Gesundheitssystem pro Haushalt mit offenem Kamin beliefen sich durchschnittlich auf 53’400 NZ$ (30’600 US$), wobei die Studie davon ausging, dass ein Haushalt aus zwei Erwachsenen und zwei Kindern besteht, die der Holzverschmutzung in Innenräumen ausgesetzt waren.
Es ist ein grosser Irrtum zu glauben, dass ein moderner Ofen sauber verbrennt. Eine dänische Studie hat ergeben, dass selbst sogenannte „Öko”-Öfen 650mal mehr Schadstoffe ausstossen als ein moderner Lkw. Ihre ausgestossenen Abgase kosten die neuseeländische Wirtschaft und das Gesundheitssystem Berichten zufolge weitere 1’800 NZ$ pro Haushalt.
Und dann ist noch die Umweltverschmutzung im Freien zu berücksichtigen. Die Emissionen in die Nachbarschaft verursachen zusätzliche Gesundheitskosten in Höhe von 26’800 NZ$ für jeden offenen Kamin und 3’200 NZ$ für jeden modernen Ofen.
Das sind erschreckende Zahlen, die sich zum Teil dadurch erklären lassen, dass weniger als 5 % der neuseeländischen Haushalte über eine Zentralheizung verfügen.
In Europa verursacht jedes mit Holz beheizte Haus durchschnittlich 760 € (886 US$) Gesundheitskosten pro Jahr. Trotz der geringeren Zahlen sterben jedes Jahr etwa 60’000 Europäer vorzeitig an den Folgen der Luftverschmutzung durch die Verbrennung von Holz in Haushalten.
Diese neueste Studie von der anderen Seite der Erde gibt einen Einblick in das, was wir hier erwarten können, wenn sich die Behörden und Befürworter der Biomasse durchsetzen.
Es ist höchste Zeit, Holzöfen und -heizungen in die Mottenkiste der Geschichte zu verbannen.
November 2025
