Giftiger Rauch – giftige Asche: Ein wachsendes Problem!
Bei der Holzverbrennung entsteht nicht nur giftiger Rauch, sondern auch giftige Asche. Asche aus Holzverbrennung wird oft übersehen, stellt aber ein wachsendes Problem dar.
Zu den Problemen bei der Ascheentsorgung gehören:
- Die Nichtakzeptanz durch die Deponiebetreiber (aufgrund von Fragen der Sauberkeit, der Kontamination, der Auslaugung von Schwermetallen, des Staubs beim Aufladen/Ablagern, der potenziellen Beeinträchtigung der Deponiestabilität und der 30-jährigen Haftung der Schweizer Deponien)
- Die Kapazität (Verfügbarkeit von Deponien, Verteilung und lokale Engpässe, längere Transportwege, zusätzliche Kosten für den Transport aus entlegenen Gebieten);
- Zusätzliche Kosten für die Industrie (Deponiegebühren, Nachrüstung von Systemen zur Ascheabscheidung und künftige Vorschriften für die Verarbeitung von Asche usw. sowie die Kosten für die Ascheentsorgung, die sich in einigen Anlagen in den letzten Jahren fast verdreifacht haben)
- Die in der Asche enthaltenen Schadstoffe/Toxine.
Bäume speichern nämlich nicht nur Kohlenstoff, sondern auch Giftstoffe, die bei der Fällung und Verbrennung des Holzes freigesetzt werden. Holzasche, selbst Asche aus unbehandeltem Holz, enthält daher Schwermetalle und andere konzentrierte Schadstoffe, die mit Krebs, Boden- und Grundwasserkontamination sowie der Bioakkumulation von Schwermetallen wie Chrom (VI), Kadmium, Blei, Arsen und Quecksilber in der Nahrungskette in Verbindung gebracht werden.
Pellets sind nicht sauberer. Sie können bis zu 8% Asche erzeugen, die Kalk, Magnesiumoxid, Kaliumoxid, Phosphat und Natriumoxid sowie Schwermetalle wie Kupfer, Zink, Chrom, Nickel und Blei enthält.
In der Schweiz wird die Asche gemäss der Abfallverordnung (VVEA) entsorgt. Da sie nicht auf Feldern ausgebracht oder in Wäldern entsorgt werden darf, muss sie in die großen Müllverbrennungsanlagen gebracht werden, wie diese Grafik zeigt. In diesen Kehrichtverbrennungsanlagen wird auch Holz direkt verbrannt – das Ungetüm der Stadt Bern hat beispielsweise einen Holzanteil von 36% – und es fallen jährlich 80’000 Tonnen Asche verschiedener Art an, die sicher entsorgt werden müssen. Rost-/Boden-/Filterasche und Stäube landen deshalb auf den Deponien D (für Verbrennungsrückstände) und E (organische Abfälle), wobei die Asche zuerst mit der Schlacke aus den Kehrichtverbrennungsanlagen vermischt werden muss.
Die jährlich anfallenden 20.000 Tonnen der giftigsten Flugasche (das feinkörnige Material, das sich in den Abgassystemen der Kessel ablagert) werden jedoch entweder exportiert, vor allem auf deutsche Deponien, oder im Inland behandelt. Seit 2020 extrahieren 12 Schweizer Müllverbrennungsanlagen und die Firma Chiresa AG 3/4 der enthaltenen Schwermetalle durch „saures Waschen“ aus der Flugasche. Die gesetzliche Verpflichtung zur Rückgewinnung von Schwermetallen aus solchen Aschen, die eigentlich 2023 implementiert werden sollte, wurde jedoch auf 2026 verschoben. Das bedeutet, dass das andere Viertel unbehandelt gelagert wird, weil die Behörden behaupten, dass die darin enthaltenen Schwermetalle weder für die Umwelt noch für den Menschen eine Gefahr darstellen!
Ohnehin scheint der Hauptgrund für die Entfernung von Schwermetallen weniger mit der Gesundheit als vielmehr mit der Kreislaufwirtschaft und dem Recycling von Zink, Blei und Kupfer zu tun zu haben. Andere Lösungen, die die Schweiz verfolgt, sind die Beimischung der Asche zu Zement und Düngemitteln, aber dafür fehlen derzeit die Anlagen und der Markt gilt als Nische.
Zurzeit wird also noch unbehandelte Asche auf Deponien in der Schweiz oder in Untertagedeponien (das sind Einrichtungen, in denen gefährliche Abfälle in tiefen Hohlräumen eingelagert werden um Menschen, Tiere und Natur zu schützen) in Deutschland gelagert, aber auch Deutschland verschärft seine Entsorgungsvorschriften.
Das wurde auch Zeit!
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November 2025
